the transitory state

transitory

stefan goldmann releases his debut album the transitory state. featuring two cds, the first encompasses ten tracks of techno, including sleepy hollow, the bribe, lunatic fringe and radiant grace (all of which also appear on vinyl eps). the second cd holds the separate electroacoustic album ‘voices of the dead‘.

 

mixmag (UK) “Stefan Goldmann’s releases on Classic, Perlon and Music For Freaks prefigured today’s minimal, and he hasn’t lost his questing, psychedelic edge. The first CD here of dance tracks is the perfect antidote to polite, going-nowhere “production-line minimal”, but its truly barking mad sounds aren’t just there for their own sake, but have intense musicality. Only Villalobos approaches this level of weirdness while retaining such danceability. But CD2 (also available as a box of 7″ singles, vinyl nerds!) is where he really cuts loose, on some of the most certifiably, disturbingly, brilliantly wrong ambient excursions we’ve heard in an age. Dance music needs mad genius like this.”

groove magazin (D) “Sich an den Rändern des Geschehens zu bewegen, an den instabilen Übergangszuständen von Genres und Clubfunktionalität zu arbeiten, die Unsicherheit zu suchen, das hat sich für Berlins Stefan Goldmann bislang gelohnt. Wie kaum einem zweiten ist es ihm gelungen, das Abstruse, den psychotischen Krach und das ungemütliche Geräusch in seinen Stücken wuchern zu lassen, ohne deren reiche Musikalität und Tanzbarkeit zu verraten. Die Entwicklung, die ihn überaus erfolgreich in die Knoten der aktuellen Verwindungen von House und Techno katapultiert hat, ist auf The Transitory State dokumentiert, mit den behutsam editierten Hits der vergangenen fünf Jahre sowie sechs neuen Stücken, in denen die spröde Überdrehtheit seines neuartigen Minimax-House weiter kraftvoll ins Absurde getrieben wird. Mehr als spannend.”

pitchfork (USA) “Few producers have a career that looks quite like that of Stefan Goldmann, who got his start recording lush, decentered house music for Classic before spreading his strange, proto-post-minimal seed across labels as diverse as Ovum and Innervisions – not to mention having put out one of the best singles in Perlon’s entire catalog. Appropriately, no one else has a sound quite like his either. All the tracks on the first disc of The Transitory State already appeared as singles – mostly on Goldmann’s Macro label. It’s a joy to have them collected in one place, if for no other reason than that these tracks deserve to find more listeners, including the kinds who don’t buy vinyl or even, necessarily, go clubbing. Goldmann’s vision of house music doesn’t deny the hunger for motion: his rhythms, banged out on well-tuned drum machines – no glitches, no funny stuff here – bump and swing with panache. But he’s equally skilled in the realms of melody, harmony and timbre. Where so much current house seems content to splash a drum track with an augmented chord or two and call it “deep,” Goldmann works his tracks around more unusual sounds and riffs, whether it’s the Dopplering trombone of ‘Lunatic Fringe’, the electric bass and violin counterpoints of ‘Radiant Grace’, or the creepy circus organs of ‘Aurora’ and ‘Sleepy Hollow’. Disc Two, meanwhile, is a totally different beast: an hour of droning synthesizer experiments and muffled musique concrete that wouldn’t know a drum beat if it hit them over the head, offering a pure and heady listening experience.” (Philip Sherburne)

raveline (D) “Für viele Goldmann-Fans gibts hier eine neue musikalische Seite zu entdecken: The Transitory State ist eine Doppel-CD mit zwei unterschiedlichen Konzepten. CD 1 beinhaltet eine Auswahl an bisherigen 12″ Dance-Veröffentlichungen inkl. zwei neuer Tracks. Von ‘Sleepy Hollow‘ über ‘The Bribe‘, hier sind die Tracks, die wir kennen und mögen und mit denen sich Stefan Goldmann nach oben katapultiert hat. Inzwischen hat er sein eigenes Label und wird experimentierfreudiger. CD 2 ist ein Beispiel dafür, er nennt es ein elektroakustisches Album und nach einer kurzen Eingewöhnungsphase findet man Gefallen an den Sound-Fragmenten. Ohne Beat, ohne Melodie versucht er das einzufangen, was genau dazwischen liegt und eigentlich nicht zu vertonen ist.”

sound & recording (D) “Klingt Club-Musik nach den Produktionsmitteln, mit denen sie generiert wurde? Zum Teil ja, ganz klar, aber oft sind vorschnelle Einschätzungen von Genre-Klischees geleitet und deswegen falsch. Stefan Goldmann hat einen superklaren Sound kreiert, der im großen Minimalkosmos anzusiedeln ist, er klingt modern und auf einschlägiger Software basierend, aber die Realität sieht mal wieder ganz anders aus: “Ich benutze eigentlich ein typisches Drum & Bass Set-Up”, sagt der gebürtige (!) Berliner, der allerdings nie in diesem Genre veröffentlicht hat. Im wesentlichen arbeitet er mit einem Akai S5000 Sampler, Cubase als Sequenzer und Midi-Steuerung, und etlichen externen Effekten. Seine Herangehensweise an Tracks differiert: “Ich versuche, relativ wenig Routine zu entwickeln”, ist ein typisches Statement von ihm – Hypes sind ihm suspekt. Und er wird genug von diesen trügerischen Sympathiewellen abbekommen haben in den letzten Jahren, seine Stücke ‘Lunatic Fringe‘, ‘Sleepy Hollow‘ und ‘The Bribe‘ waren schwer erfolgreich im Minimal-Techno-Zirkus. Ersteres trat sogar stilprägend eine Welle von Kopien los, gerade dieser Tage erscheinen wieder zwei Maxis, die seinen Sound epigonenhaft kopieren. Der Track wird dominiert von einem langen Sample eines bulgarischen Chores, das ungeschnitten gute vier Minuten dauert und einen sehr eigenen, spezifischen Sound mit ungewöhnliche Harmonienreibungen erzeugt. Goldmann ging es bei dem Stück darum, den Chor als zentrale Komponente zu benutzen und die anderen Elemente wie Bassline und Harmonien daran anzupassen, und nicht umgekehrt den Weg vieler Produzenten zu gehen, die Samples oft recht willkürlich aus ihrem Zusammenhang reißen und zurechtbiegen, was im Fall von afrikanischen Stimm-Samples oder ähnlichen Quellen gerne mal zu “arger Verflachung” führt. Ähnlich frisch und eigenständig wie ‘Lunatic Fringe‘ klingen etliche seiner Stücke aus den letzten drei Jahren, was man bestens auf dem gerade erschienen Album The Transitory State nachprüfen kann. Die Doppel-CD vereint auf CD1 die genannten Hits und andere ältere Tracks mit neuen, unveröffentlichten Stücken – alle mehr oder weniger clubbig, zwischen Afterhour-Verschwurbeltheit und klarer Primetime-Abfahrt zu verorten. CD2 widmet sich dann einem komplett anderen Stimmungsbereich, hier geht es um beatlose “elektroakustische Kompositionen”, wie Goldmann sie nennt. “Experimentell klingt für mich nach Improvisation”, erklärt er, und ungeplant sind seine Soundscapes überhaupt nicht. Ambient allerdings gefällt ihm genauso wenig als Schublade, da stört die Flächen-Assoziation. Voices Of The Dead, so der Titel der zweiten CD, ist alles andere als süßlich, als Pop, aber auch als Club.” (M.Schaffhäuser)

update magazine (UK) “Berlin’s Stefan Goldmann first made his name with sublime outings like “True” on Derrick Carter’s much missed Classic label. He’s since started his own Macro label which has lined up this set consisting of his much-awaited debut album The Transitory State plus his electroacoustic concept project Voices Of The Dead, which will also come in a 5×7” boxed set. The album features work from the last three years, released on Innervision, Perlon and Macro. The overall effect is heavenly, working a gentle compulsive magic with tracks like ‘Lunatic Fringe’ and its floating choir, spaced ‘Prefecture’ and ghostly ‘Phraselab’. ‘The Bribe’ rings with classical resonance but ‘Blood’ shows he can get more upfront. The second CD tries to explain his unique sound by referencing a wide variety of past musical sources, kicking off with freeform avant-electronica. Richie Hawtin has already used ‘Turret’ as the intro to his DE9 Transitions mix compilation. All told, a fantastic debut with a secret and a difference. *****” (Kris Needs)

 

 

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